Was wir 2018 über künstliche Intelligenz gelernt haben

Künstliche Intelligenz (KI) zählt aktuell zu den lukrativsten Bereichen für Tech-Talente. Orange Silicon Valley befindet sich im Zentrum der Entwicklung und setzt sich mit den zahlreichen Facetten auseinander. Allein in diesem Jahr standen schon „KI im Recruiting“, „Voice-KI-Schnittstellen in Unternehmen“, die „KI-Readyness der Generation Z“ und „Künstliche Intelligenz, reales Business“ auf der Agenda des Innovators. Unser Gastautor hat die zentralen Erkenntnisse aus den Events und Publikationen zusammengefasst: Fünf Erkenntnisse zum Einsatz von KI.

1. KI prägt das Management und die Karriereplanung

Ein neues Handbuch von Orange Silicon Valley zur Arbeitsweise der Generation Z befasst sich u.a. mit dem veränderten Rollenmanagement und dem Einsatz von KI im Personalwesen. Es prognostiziert, dass der Einsatz von Spracherkennungstechnologien in die Workflows und die Arbeitsplätze der Zukunft eingebettet sein wird. Die Erfassung von Daten und die Anwendung von Machine Learning wird z. B. in der Talentanalyse von großer Bedeutung sein.

2. Die Generation Z schätzt Voice-KI am Arbeitsplatz

Sprachassistenten werden künftig nicht nur privat, sondern auch am Arbeitsplatz zum Einsatz kommen. Schon jetzt wird die Generation Z als „voice first“ Generation bezeichnet; sie ist laut SoundHound Manager Mike Zagorsek bestens mit dieser Technologie vertraut. Eine kürzlich durchgeführte Umfrage von Walker Sands ergab, dass 22 Prozent der 18- bis 25-Jährigen über eine Alexa für Google Home verfügen – bei den 36- bis 45-Jährigen sind es sogar 46 Prozent.

3. Voice-KI im Unternehmen erneuert die Bürokommunikation

Die derzeitig private Nutzung von Sprachassistenten ist nur der Anfang. Die Technologie hat das Potenzial, ganze Kommunikationskanäle zu ersetzen und Arbeitsgespräche effizienter zu gestalten. Voicera CPO David Weiner beschreibt Meetings als den größten Produktivitätskiller im Unternehmen. (Schlimmer noch als E-Mails.) Sprachassistenten werden hier in Zukunft zahlreiche Aufgaben übernehmen und Aufwände reduzieren. Zusammenfassungen und Nachbereitungen, Analysen und Handlungsschritte formulieren und für Teams nach dem Meeting extrahieren.

4. Es gibt signifikante Budgets für Machine Learning

Auf unserer jüngsten Veranstaltung zum Thema Innovation in den Personalabteilungen legte Blumberg-Capital-Gründer David J. Blumberg dar, dass bereits viel Geld für KI ausgegeben wird. So haben allein US-Unternehmen zuletzt zwischen 26 und 39 Milliarden Dollar pro Jahr in KI-Technologien investiert. Zudem stellte Blumberg fest, dass jüngste Änderungen des US-Steuerrechts zu einem deutlich erhöhten Einsatz von KI-Technologien geführt haben.

5. KI hilft, Daten zu verstehen und zu nutzen

Mike Vladimir, Mitbegründer des Orange Silicon Valley IoT-Studios, veröffentlichte kürzlich seine „20/80 Big Data Regeln“. Darin erklärt er, welche enorme Wert in KI und Machine Learning erschließen können, wenn man einmal den Kontext verstanden hat: „Herkömmliche [hier: analoge] Produkte bieten oftmals eingeschränkte Lösungen, weil sie selbst in der Datenerfassung und -nutzung eingeschränkt sind. Ein herkömmliches Thermometer misst im Moment nur die Temperatur. Es kann keine früheren Messungen speichern oder mit weiteren Faktoren wie Wetterverhältnisse oder persönliche Vorlieben in Beziehung setzen. Ein großer Daten-‚Bekleidungsassistent‘ berücksichtigt hingegen eine Vielzahl von Faktoren. Neue KI-basierte Datenprodukte ermöglichen uns dadurch, viel tiefer in die Materie einzusteigen und Erkenntnisse daraus abzuleiten.“

Der komplette Beitrag von Brian Warmoth erschien ursprünglich im Silicon Valley Blog unseres Mutterkonzerns Orange.

Autor: Brian Warmoth
Erschienen: 30. August 2018
Bildrechte: istock (phonlama)
Original Blogbeitrag: https://blog.unbelievable-machine.com/kuenstliche-intelligenz-prognosen-2018

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