Was leistet ein guter Makler

Was macht eigentlich ein Immobilienmakler

Eines gilt es vorab festzustellen. Der Maklerberuf genießt nicht den besten Ruf, ganz im Gegenteil. Das muss aber nicht heißen, dass es in der Immobilienbranche keine guten Makler gibt. Allerdings muss sich der Kunde die Mühe machen zu recherchieren. Und das fällt heute, Google & Co. sei Dank, gar nicht mehr so schwer wie noch vor Jahren.
Infografik: Gelbes Haus auf grünem Hügel mit Schild "Sale"

Maklertätigkeit ist überwiegend Büroarbeit

Das was Kunden häufig vordergründig sehen, und was sicher auch zum Teil zum Ruf der Maklerbranche beiträgt, ist der recht geringe Außenanteil der Maklertätigkeit. Man sagt, dass circa 80 bis 90 Prozent der Makleraufgaben Büroarbeit sind. Arbeiten die im Hintergrund zu leisten sind, Arbeiten die der Kunde direkt nicht wahrnimmt.

Infografik: Computerbildschirm mit Immobilienseite und Tastatur
Gute Makler sollten sich ständig fortbilden, jüngst ist die Fortbildungspflicht für Immobilienmakler sogar eine gesetzliche Zulassungsvoraussetzung geworden. Darüber hinaus kennen professionelle Makler den Immobilienmarkt ihrer Region, sind ständig gut informiert. Es gilt sowohl die aktuellen Angebote auf den verschiedenen Portalen, wie auch die aktuellen Daten der Gutachterausschüsse und Marktberichte zu verfolgen.

Ja und zu guter Letzt unterhalten und pflegen echte Immobilienprofis natürlich einen ansprechenden Online-Auftritt, eine Webseite, die den Kunden echten Mehrwert bietet. Schließlich ist Transparenz in der Immobilienbranche wichtig. Da das deutsche Immobilienrecht und Maklerecht sehr unübersichtlich gestaltet ist, wird dieser Aspekt immer wichtiger.

Der außen-wirksame Teil der Maklertätigkeit

Infografik. Gelbes Haus auf grünem Hügel, daneben eine gelbe und eine blaue Figur
Wenn Sie eine Immobilie verkaufen wollen, beginnt der direkt wahrnehmbare Teil der Makleraufgaben in der Regel mit einem Telefonat oder einer Mail. Je nachdem wie sich der Kunde entscheidet, findet die Erstberatung entweder im Büro des Immobilienmaklers oder aber direkt vor Ort statt. Ein guter Immobilienmakler geht auf die Wünsche und Bedürfnisse seiner Kunden ein, wird auf keinen Fall auf einen Maklervertrag unter Zeitdruck hinarbeiten. Es sollte ein Alarmsignal für den Kunden sein, wenn der Makler im Erstkontakt behauptet der richtige Käufer sei bereits in seiner Kundenkartei und der Verkauf sei quasi nur noch eine Formsache. Auch wird sich ein professioneller Makler nicht gegen die Einbeziehung von externen Beratern, zum Beispiel Sachverständigen oder Rechtsanwälten sperren.

Beratung und Besichtigung

Infografik: Gelbes Haus, durch eine Lupe gesehen
Die Kundenberatung sollte immer in entspannter Atmosphäre und ohne Zeitdruck erfolgen. Schließlich geht es beim Immobilienverkauf in der Regel um große Vermögenswerte. Da sind Gespräche zwischen Tür und Angel fehl am Platz. Der Eigentümer sollte seine Beweggründe und die ihm zugänglichen Informationen und Unterlagen zum Objekt ausführlich präsentieren können. Gute Makler werden sich alle Teile der Immobilie zeigen lassen und sich über die verschiedenen Details der Immobilie informieren. Für den Makler ist es wichtig das Objekt vollständig und gründlich zu besichtigen, schließlich obliegt dem Makler eine Aufklärungspflicht. Es geht zunächst einmal darum seinen Pflichten gegenüber dem Verkäufer nachzukommen. Später erwachsen aber auch Pflichten gegenüber den Käufern, einmal ganz abgesehen davon, dass ohne eine fundierte Kenntnis des zu vermarktenden Objekts kein guter Angebotspreis ermittelbar ist.

Unterlagenrecherche und marktgerechte Bewertung

Infografik: Clipboard mit Checkliste
Vorbereitung ist, neben einer guten Sachkunde das A und O im Immobilienverkauf. Natürlich werden die Eigentümer in der Regel nicht alle relevanten Unterlagen griffbereit und aktuell zur Hand haben. Professionelle Makler bauen hier keinen Druck auf, sondern nehmen den Kunden die Aufgabe der Unterlagenrecherche ab. Meistens sind die wichtigsten Unterlagen wie Flurkarte und Grundbuchauszug griffbereit. Viele andere Nachweise werden aber regelmäßig von den entsprechenden Stellen und Behörden zu beschaffen sein. Oft fehlt es auch an einem gültigen Energieausweis, ein Nachweis der bei Wohnungen und Gebäuden gesetzlich vorgeschrieben ist. Die Liste der sinnvollen Unterlagen ist lang, ein guter Makler arbeitet anhand einer Checkliste für den Immobilienverkauf und berät den Kunden ausführlich über die Vorteile für den Verkaufserfolg.

Eine der wichtigsten Fragen beim Verkauf einer Immobilie ist wohl die nach dem Preis. Auch hier gehört es zu den Leistungen eines vertrauensvollen Maklers, dass Sie über Begriffe wie Verkehrswert, Angebotspreis und Kaufpreis informiert werden. Sie als Kunde sollten die Wertermittlung nachvollziehen können, schließlich handelt es sich um Ihr Eigentum. Für die Wertermittlung sollte der Makler immer auch die Werte des Gutachterausschusses und den jeweils aktuellen Grundstücksmarktbericht mit einbeziehen und erklären. Reine Angebotspreise aus Immobilienportalen oder gar eine einfach Online-Immobilienbewertung sind auf jeden Fall nicht der richtige Weg.

Strategie und Vermarktung

Infografik: Eurosymbol im Lorbeerkranz
Wenn Sie von einem Makler überzeugt sind, werden Sie dem Immobilienmakler Ihres Vertrauens einen Alleinauftrag erteilen. Nun gilt es die geeignete Strategie festzulegen und alle Unterlagen für den Verkauf aufzubereiten. Ansprechende und aussagekräftige Fotos und gegebenenfalls 360°-Touren wollen erstellt werden. Im Ergebnis entsteht ein attraktives Exposé, dass die Kunden gut und anregend informiert. Zu diesem Zeitpunkt kennt der Makler durch eine fundierte Unterlagenrecherche alle Details Ihres Objekts und kann allen Interessenten zuverlässig Auskunft geben.

Am Ende steht die Beurkundung des notariellen Kaufvertrages. Als Kunde, sowohl Käufer wie auch Verkäufer, werden Sie durch einen guten Makler über die Vertragsinhalte ausführlich aufgeklärt. Die Beurkundung selbst wird so zu Formsache. Der Notar besiegelt sozusagen Ihren Vertragswillen und dem Vollzug Ihres Immobilienkaufvertrages durch den Notar und die Ämter steht nichts mehr im Wege. Wir von immoeinfach stehen unseren Kunden natürlich auch über die eigentliche Beurkundung hinaus zur Verfügung. Der Kaufpreis wird schließlich nicht während der Beurkundung bezahlt. Außerdem gilt es die Übergabe des Objektes zum vereinbarten Zeitpunkt zu organisieren und zu begleiten.

Autor: Julius Hagen
Erschienen: 7. Oktober 2017
Bildrechte: immoeinfach.de
Original Blogbeitrag: https://immoeinfach.de/blog/was-leistet-ein-guter-makler/

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