Praxisbeispiel deepstreamHub: Hochkomplexes IT-Projekt erhält Fördermittel

Einer der aufregendsten Aspekte an der Arbeit für förderbar ist die Tatsache, dass wir die neuesten Entwicklungen der Digitalisierung und die kommenden technologischen Trends hautnah miterleben dürfen. Wenn Unternehmen, die innovative Technologien entwickeln, für ihre Projekte Fördermittel beantragen, bedeutet das für uns als Fördermittelexperten, dass wir uns intensiv mit diesen Vorhaben auseinandersetzen und sie in eine gutachterfreundliche Sprache übersetzen müssen. Das ist mitunter sehr anspruchsvoll – aber eben auch besonders reizvoll. Ein gutes Beispiel für ein solches Projekt ist deepstreamHub.
Torte mit Aufdruck deepstreamHub und förderbar wird angeschnitten

Die Idee von deepstreamHub

deepstreamHub hat eine Cloud-Plattform geschaffen, die als Echtzeit-Datenbank dient. Sie ermöglicht es Entwicklern, eine neue Generation von Echtzeit-Apps zu erstellen, ohne sich um die Datenbank dahinter und die Datenübertragung kümmern zu müssen. Die Anwendungen synchronisieren sämtliche Daten auf allen verbundenen Geräten innerhalb von Millisekunden. Hier bietet deepstreamHub einen Echtzeit-Datenspeicher, der Updates zwischen Browsern, mobilen Apps, IoT-Geräten und Backend-Prozessen schneller synchronisiert als sich der Bildschirm des Benutzers aktualisieren kann.

Klingt kompliziert, ist es auch … Und gerade deshalb so bedeutsam. Die Echtzeitübertragung von Daten ist eine Grundvoraussetzung für immer mehr Anwendungen und Apps heutzutage, stellt aber sehr hohe Anforderungen an die Entwickler. Anwendungsbeispiele sind News-Webseiten, Messaging- und Collaboration-Apps aus den Bereichen Finanzhandel, dem Multiplayer-Gaming oder industrielles IoT. Dank der Lösung von deepstreamHub steht den Programmieren ein zuverlässiges und skalierbares Backend zur Verfügung, sodass sie sich auf die Entwicklung ihrer speziellen Anwendung konzentrieren können.

Mittlerweile beschäftigt das im März 2016 gegründete Unternehmen mit Sitz in Kreuzberg mehr als zehn Mitarbeiter und hat in Deutschland und auch international bereits erste Kunden.

Die „lästige“ Suche nach dem nötigen Kapital

Im ersten Jahr finanzierten die beiden Gründer Wolfram Hempel und Yasser Fadl das junge Unternehmen selbst. Dass dieses Geld nicht ewig reicht, war auch den beiden Gründern bewusst und so konnten sie den auf Technologie spezialisierten Investor BlueYard Capital als Investor gewinnen. Es war jedoch klar, dass neben dem VC-Kapital weitere Finanzierungsquellen sinnvoll sind. Mit Hilfe einer öffentlichen Förderung sollte die Entwicklung einer Enterprise-Version von deepstreamHubs Cloud-Plattform vorangetrieben werden.

Hempel und Fadl wussten aber auch, dass sie sich mit ihrem Team auf das konzentrieren wollten, was sie am besten konnten, nämlich die Forschung und Entwicklung. Sie wollten nicht wertvolle eigene Ressourcen dafür abziehen, ihr hochkomplexes Entwicklungsvorhaben in einen aufwändigen Fördermittelantrag zu übersetzen. Dafür suchten sie Experten. Über die Empfehlung auf einem Meet-up kam dann der Kontakt zu förderbar zustande.

Mit förderbar zum Fördergeld

Uns war schnell klar, dass für das spezielle Vorhaben von deepstreamHub das Förderprogramm Pro FIT der Investitionsbank Berlin am besten geeignet wäre. Die notwendigen Voraussetzungen erfüllte das Projekt: Es war ganz sicher innovativ, das Unternehmen war klein und hatte seinen Firmensitz in Berlin. Unsere Aufgabe war es nun, das sehr technische Produkt von deepstreamHub zu begreifen und das Vorhaben in eine Sprache zu übersetzen, die der zuständige Gutachter verstand. In enger Zusammenarbeit mit deepstreamHub ist uns das gelungen: Der Gutachter befand das Projekt für förderwürdig. deepstreamHub erhielt ein zinsvergünstigtes Darlehen in Höhe von 420.000 Euro und einen Zuschuss von 285.000 Euro.

 

Autor: Kai Gerecke
Erschienen: 9. Juni 2017
Bildrechte: förderbar GmbH
Original Blogbeitrag: https://www.foerderbar.de/2017/06/09/praxisbeispiel-deepstreamhub-hochkomplexes-it-projekt-erhaelt-foerdermittel/

Ähnliche Beiträge