log in. berlin. bloggt: Mit System im Datenmeer – die Programmfabrik im Porträt

Martin Rode und Sebastian Klarmann, Gründer Programmfabrik

Ob Museen, Universitäten oder Industrieunternehmen – alle stehen vor der Aufgabe, immer mehr Medien, wie Bilder oder Grafiken und die dazugehörigen Metadaten, zu strukturieren. Martin Rode und Sebastian Klarmann, die beiden Gründer und geschäftsführenden Gesellschafter der Programmfabrik, sind Experten im Bereich Digital-Asset-Management. Seit 2007 ist ihre Software easydb, mit der sich digitale Medieninhalte verwalten lassen, auf dem Markt. Das Kampagnen-Team von „log in. berlin.“ hat die beiden in ihrem Büro in der Schwedter Straße in Berlin getroffen.
Programmieren ist Martin Rodes Leidenschaft. Mit Systemen zur Medienverwaltung befasste er sich zum ersten Mal beim Spiegel-Verlag. Dort programmierte er während seines Studiums das hauseigene Bildverwaltungssystem. „Ich habe eigentlich Film studiert, aber irgendwann gemerkt, dass das nicht das Richtige für mich ist“, erzählt Martin Rode. Im Jahr 2000 machte er sich selbstständig und gründete die Programmfabrik. Zunächst programmierte er für Kunden verschiedene Verwaltungssysteme. „Die Kunden hatten sehr unterschiedliche Anforderungen. Daraus entstand die Vision eine Software zu entwickeln, die es dem Kunden ermöglicht, ein digitales Bild- und Medienverwaltungsystem ganz nach seinen Bedürfnissen zu gestalten“, schildert Martin Rode die Geschäftsidee. 2007 kam die Software easydb auf den Markt und Sebastian Klarmann, Diplom-Kaufmann mit den Schwerpunkten Wirtschaftsinformatik und Marketing, stieg mit in das Unternehmen ein. „Ich hatte schon recht früh die Erkenntnis, dass Ordnung Effizienz schafft. Wir können unseren Kunden helfen, schneller, besser und effizienter zu arbeiten“, sagt Sebastian Klarmann. Er ergänzt mit seinen BWL- und Marketingkenntnissen die technische Passion von Martin Rode.

„Für den Nutzer ist wichtig, dass er die Inhalte schnell und einfach findet.“

„Inhalte sind oft digital nicht greifbar, egal ob in einer Pressestelle oder in einem Museum. Oft liegen sie in einem Archiv, sind noch nicht digitalisiert oder zerstreut in verschiedenen Projektordnern gespeichert. Für den Nutzer ist wichtig, dass er die benötigen Inhalte schnell und einfach findet“, erklärt Sebastian Klarmann. „Wir haben mit easydb eine Software entwickelt, mit der sich komplexe digitale Archive einfach verwalten lassen“, ergänzt Martin Rode. Das Besondere an easydb: Die Software lässt sich ohne Programmieraufwand exakt auf die Bedürfnisse der Kunden zuschneiden. Den Anpassungsprozess kann der Kunde dabei selbst übernehmen. Durch die Flexibilität von easydb ist auch der Kundenkreis der Programmfabrik weit gefächert. Zum einen bieten Martin Rode und Sebastian Klarmann Digital-Asset-Management im klassischen Sinn an: Sie unterstützen zusammen mit ihrem Team Kunden aus der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, der Industrie, aber auch öffentlichen Einrichtungen. Ein weiteres wichtiges Standbein bilden die Bereiche Kultur, Forschung und Lehre. Für die besonderen Anforderungen entwickelt das Team viele Features und Module zur Erweiterung von easydb. „Natürlich verwaltet ein Kunstmuseum andere Inhalte als ein Industrieunternehmen, das medizinische Geräte herstellt“, erläutert Sebastian Klarmann. Rund um easydb berät die Programmfabrik ihre Kunden, bietet Workshops, Support und Schulungen an.

Fachkräfte und Know-how aus aller Welt am IT-Standort Berlin

Die Energie der Stadt, das kreative Potenzial und die Internationalität machen Berlin für Martin Rode und Sebastian Klarmann zum idealen Standort. Nicht zuletzt sind hier viele Kundenkontakte entstanden, wie zum Beispiel mit Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie, der Akademie der Künste oder der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Für die beiden Geschäftsführer ist klar: Die Programmfabrik wird auch in Zukunft ihren Sitz in Berlin haben. Ein neues Produkt wird momentan entwickelt: Eine Digital-Asset-Management-Cloud als Software-as-a-Service für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit soll weltweit positioniert werden. Das Unternehmen soll weiter wachsen. 15 Mitarbeiter arbeiten aktuell bei Programmfabrik, in fünf Jahren soll sich die Mitarbeiterzahl mindestens verdoppelt haben. „Berlin ist international. Wir als Arbeitgeber profitieren davon, denn hier kommt ein großes Know-how aus aller Welt zusammen. Um Fachkräfte mache ich mir daher keine Sorgen!“, sagt Sebastian Klarmann. Auch privat gefällt den beiden die Hauptstadt sehr gut: „Berlin verändert sich ständig. Hier kann man jeden Tag etwas Neues erleben.“

 

Foto: Martin Rode und Sebastian Klarmann (vlnr) – © Sabine Felber

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