log in. berlin. bloggt: Start-up-Flair im Großkonzern – das SAP Innovation Center in Potsdam

Jens Krueger

Noch immer riecht es neu in den freundlich und bunt gestalteten Büros und Besprechungsräumen. Dabei hat das SAP Innovation Center bereits im Februar 2014 seine Türen in idyllischer Lage vor den Toren Potsdams geöffnet. Heute arbeiten hier rund 150 meist junge Köpfe, während direkt nebenan mit einem zweiten Gebäude kreative Freiräume für weitere 150 junge Forscher und Entwickler entstehen. Frisch, bunt, transparent – Start-up-Atmosphäre. Das ist gewollt. Wände aus Glas, Schaukeln am Besprechungstisch, Stifte, Post-its, bunte Zettel auf großen Metaplanwänden, viel Licht und frisches Gelb. Überhaupt viel Farbe. Und große Fenster für den Blick auf den See.

Senior Vice President Dr. Jens Krüger ist seit der Gründung mit dabei. Als Head of Line of Business Finance leitet er gemeinsam mit Dr. Jürgen Müller das SAP Innovation Center. Im Softwarebereich gibt es eine klare Ausrichtung hin zur Digitalisierung und zur Cloud. Die Teams produzieren marktreife Lösungen in Kooperation mit Kunden und Partnern. Der Auftrag des Innovation Centers ist zweistufig: Auf der einen Seite sollen Forschungsideen und Innovationen, die außerhalb des eigentlichen Kerngeschäftes von SAP liegen, unter Einsatz der eigenen Technologie vorangetrieben werden. Die zweite Aufgabe besteht darin, Innovationen innerhalb des Kerngeschäfts, SAPs Software Lösungen für Finanzmanagement, zu entwickeln. „Innovation ist, wenn aus der Idee und aus der Forschung ein erfolgreiches Produkt geworden ist“, sagt Jens Krüger.

Start-up-Mindset soll Ideen sprießen lassen

Die Wahl des Standortes direkt am Potsdamer Jungfernsee war nicht zufällig, betont der gebürtige Dresdner, der an der Freien Universität Berlin BWL mit Schwerpunkt Informatik studiert hat. Die inspirierende Umgebung soll Ideen in den Köpfen sprießen lassen. Damit alles im Fluss bleibt, finden sich die Teams je nach Projektphase immer wieder neu zusammen. Die Wände lassen sich zu individuellen „Team-Spaces“ verschieben, und die Schreibtische auf Rollen kommen einfach mit dorthin, wo die Teammitglieder aktuell gebraucht werden. Auf dem Campus des SAP Innovation Centers trifft man daher Kollegen im Fahrstuhl auch mal in Begleitung ihres Schreibtisches. „Wir wollten ein Umfeld schaffen, das Innovation fördert. Das Gebäude haben wir daher bewusst mit dem Gedanken entworfen, dass dort Software-Entwicklung passiert: Open Spaces, Teamworking-Spaces und Design Thinking Räume“, erklärt Jens Krüger. Hinter all dem steht die Idee des Start-up-Mindset: „Es geht um die Offenheit, die wir aus der Forschung kennen: Wir starten mit einer Idee, die sich entwickelt, das Ergebnis ist am Ende vielleicht gar nicht so, wie man gedacht hat. Think and Work like a Start-up, das ist unsere Mentalität.“

Am Puls der Zeit in der Hauptstadtregion

Damit der eigene Kopf frei wird für neue Anwendungen, Lösungen und Geschäftsmodelle, können die Mitarbeiter in der Mittagspause eine Runde auf der neu errichteten Uferpromenade joggen. Die Bauzäune stehen noch am Zugang zum See. Das Unfertige, das Werdende, der Blick nach vorn in die Zukunft sind hier Programm. Das Ufer wäre der perfekte Platz für Angler. Dr. Krüger fischt jedoch lieber im Umfeld der Unis. Die Fische, die ihm ins Netz gehen sollen, sind junge Talente. Und so abgelegen das SAP Innovation Center dem Besucher auf den ersten Blick erscheint – für Jens Krüger ist es der ideale Ort, um am Puls der Zeit zu sein. „Wir verstehen die ganze Region als eine Einheit: als die Hauptstadtregion.“ Die Nähe zu Berlin ist unabdingbar, Krüger schätzt die Strahlkraft der jungen Hauptstadt. Für ihn bedeutet das: viele hochqualifizierte potenzielle Kandidaten. Und er merkt, dass das Innovation Center attraktiv für die richtig guten Talente ist. „Hier finden wir Bewerber, die unsere Anforderungen qualitativ wirklich absolut erfüllen. Die vielen Universitäten, Institute, Start-up-Unternehmen und die Internationalität befeuern den Markt an guten Leuten. Darum wollen wir uns noch stärker in der Region engagieren.“

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