log in. berlin. bloggt: Atos in Berlin – ein großer Player auf dem Weltmarkt für IT-Services

Ingo Meistering
In den sechziger Jahren im Westteil Berlins geboren, kennt Ingo Meistering Berlin als geteilte Stadt inmitten der DDR genauso wie als quirlige Hauptstadt des wiedervereinigten Deutschlands, hippe Start-up-Metropole und als international anerkannten IT-Standort. Heute sind hier etablierte Unternehmen wie Atos zuhause. Der Full-Service-Provider im Bereich Digital Business hat Standorte in 72 Ländern. Ingo Meistering leitet den Standort in Berlin Adlershof. Das Kampagnen-Team von „log in. berlin.“ hat ihn dort getroffen.

Nach dem Studium der Nachrichtentechnik startete Ingo Meistering bei der Siemens AG ins Berufsleben. Als die Firma im Jahr 2011 mit der damaligen Atos Origin zusammenging, entstand daraus Atos Deutschland in Berlin. „Es ist die Ambition von Atos, der wichtigste europäische Player auf dem Weltmarkt für IT-Services zu werden“, beschreibt Ingo Meistering das ehrgeizige Ziel seines Arbeitgebers, der weltweit über 90.000 Mitarbeiter beschäftigt, davon etwa 10.000 in Deutschland. In Berlin arbeiten rund 550 Menschen bei Atos. Ingo Meistering fasst das umfangreiche Leistungsspektrum zusammen: „Wir bieten unseren Kunden weltweit Spitzentechnologie und innovative Lösungen, Beratungsleistungen, Systemintegration, Managed Services, Business Process Outsourcing sowie Cloud-, Big-Data- und Sicherheitslösungen.“

Der Standortleiter schätzt an Adlershof den modernen und repräsentativen Charakter des Technologiezentrums sowie die Nähe zum künftigen Flughafen Berlin-Brandenburg. „Ich erlebe die Gegend als ein aufstrebendes Areal, jung, modern und mit dem notwendigen Zug nach vorn.“ Hilfreich sei auch die Unterstützung durch den Senat und die Wirtschaftsförderung des Bezirks Treptow-Köpenick.

„Ein Standort in Berlin ist ein Muss“

Das futuristisch anmutende Gebäude mit seiner beeindruckenden Architektur und insgesamt 23.000 Quadratmetern Nutzfläche, in dem Atos seinen Sitz hat, wurde einst mit öffentlichen Investitionen für den Solarmodulhersteller Solon errichtet. Als Solon im März 2014 an den Persischen Golf umzog, zog Atos ein. „Wir haben hier Mitarbeiter im Vertrieb, in der Beratung, in der Service-Desk und der Server Administration. Wir betreuen lokale und nationale Kunden aus der Privatwirtschaft und dem öffentlichen Sektor“, sagt Ingo Meistering. Die Kundennähe sei ein entscheidender Vorteil: „Denn wir möchten noch mehr Kunden aus dem öffentlichen Sektor gewinnen. Schließlich umfasst die Digitalisierung alle Branchen und Zweige des öffentlichen Lebens.“ Doch die Nähe zu Politik und Verwaltung ist für Atos nicht nur aus Vertriebssicht wichtig. Als großes Unternehmen hat Atos ein Interesse daran, für die Politik sichtbar zu sein. „Ein Standort in Berlin ist vor diesem Hintergrund ein Muss.“

Qualifiziertes Personal für die Herausforderungen der Zukunft

Eine zukünftige Herausforderung für sich als Standortleiter – ausreichend und qualifiziertes Personal zu finden – sieht Meistering optimistisch: „Auch hierfür bietet Berlin ein sehr gutes Umfeld.“ Dass er das Personal brauchen wird, steht für den gebürtigen Berliner außer Frage. Denn die digitale Transformation wird unser Leben auch in den nächsten 25 Jahren nachhaltig verändern. „Die Wirtschaft wird sich zu einer Daten-Ökonomie entwickeln. Die Digitalisierung verändert unser Geschäft durch mobile Endgeräte, soziale Medien, Big Data und Cloud. Die immer weiter steigende Vernetzung von Menschen und Geräten wird neue Prozesse mit sich bringen; in der Kommunikation, der Wirtschaft sowie der Gesellschaft. In diesem Zuge wird auch IT-Sicherheit weiter an Bedeutung gewinnen.“

Persönlich freut sich Ingo Meistering im Hinblick auf die technologischen Entwicklungen am meisten auf das Internet der Dinge: „Es liegt aus meiner Sicht ein riesiges Potenzial darin, viele alltägliche Dinge mit Sensoren auszustatten.“ Das „smarte“ Zuhause, beispielsweise mit Elektrogeräten, die sich über das Smartphone steuern lassen, böte ganz neue Möglichkeiten hinsichtlich Sicherheit, Komfort und Energieeinsparung, ist der Familienvater überzeugt.

 

Foto: Sabine Felber

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