IT-Kompetenzfeld Smart Lifestyle: CareerFoundry

NEUES LERNEN FÜR NEUE JOBS

Technischem Fortschritt sei Dank, sprießen neue Geschäftsmodelle, Arbeitsbereiche und Berufe nach wie vor schneller aus dem Boden, als man „Startup“ sagen kann. Klingt eigentlich nach guten Zeiten für Unternehmen und Arbeitnehmer gleichermaßen – hätte die Sache nicht diesen einen Haken.
Teamfoto CareerFoundry

Das hohe Tempo, in dem immer wieder neue Fähigkeiten und Kenntnisse gefordert sind, lässt jede Menge Unternehmen händeringend nach qualifiziertem Personal suchen – denn die Auswahl ist in neuen Berufen noch übersichtlich. Auf der anderen Seite stehen Arbeitnehmer, die im falschen Job feststecken, keine Entwicklungsperspektiven sehen oder Angst haben, den Anschluss zu verlieren und von der qualifizierten Nachwuchswelle überrollt zu werden – dass diese Gruppe ziemlich groß ist, weiß jeder, der sich mal in seinem Bekanntenkreis umgehört hat. Viele würden nur allzu gern die Nachfrage bedienen und etwa eine Karriere als Entwickler oder Designer starten. Nur wie?

Quereinstieg: Der Wille allein reicht oft nicht

Die wenigsten Berufstätigen werden einfach ihren Job kündigen, um (noch) eine Ausbildung oder ein Studium aufnehmen. Abendkurse bieten wenig Flexibilität, lassen sich nur schwer in den normalen Alltag einbetten und zeichnen sich oft auch nicht gerade durch Aktualität aus. Das Internet wimmelt zwar vor Möglichkeiten, sich neben dem Beruf weiterzubilden, wann und wo es gerade passt – doch hier muss man schon ein äußerst passionierter Autodidakt sein, um sich die Antworten auf alle Fragen in mühevoller Kleinstarbeit zusammenzusuchen und dabei auch noch halbwegs motiviert zu bleiben.

Flexibel, aber strukturiert; online, aber persönlich

Eine neue Problematik also, die eine neue Lösung erfordert – in diesem Sinne wurde 2013 CareerFoundry gegründet. Gründerin Raffaela Rein hatte zuvor für Rocket Internet drei E-Commerce-Unternehmen in Südostasien gegründet und dabei die Schwierigkeit, qualifiziertes Personal zu finden, selbst erlebt. Mitgründer Martin Ramsin brachte die andere Perspektive mit: Der ehemalige Produktmanager brachte sich mithilfe von Online-Angeboten Webentwicklung bei und kennt die Tücken und Stolpersteine des autodidaktischen Lernens nur allzu gut.

Die beiden trafen sich (wie sollte es anders sein?) in Berlin und begannen hier, eine Lösung zu entwickeln, von der beide Seiten profitieren. Schließlich ist die Hauptstadt nicht nur ein äußerst passender Ort, um „zusammenzubringen, was zusammen gehört“. Hier gibt es inzwischen auch mehr Start-ups, Kreative und Tech-Affine als Baustellen und Currywurstbuden; Neues zu wagen und auch mal eine komplett andere Richtung einzuschlagen ist nicht nur akzeptiert, sondern gehört schon fast zum guten Ton.

So geht CareerFoundry neue Wege im Bereich E-Learning, um angehenden Quereinsteigern wiederum die Tür zu ihrem neuen Karriereweg zu öffnen. Das junge Unternehmen kombiniert die Flexibilität und Aktualität von Online-Kursen mit der persönlichen Betreuung durch einen Mentor. Innerhalb von sechs Monaten soll sich jeder alle Kenntnisse und Fähigkeiten aneignen können, die man für den Berufseinstieg als UX oder UI Designer, Web oder iOS Entwickler braucht – auch Menschen in Vollzeitjobs und ohne Vorkenntnisse. Ein sportliches Vorhaben, für das Weiterbildungswillige ohne Frage Engagement mitbringen müssen. Hier helfen die persönliche Unterstützung durch Mentoren der Austausch in der CareerFoundry Community sowie das CareerFoundry Team, allen voran die Student Advisors: An Problemen zu verzweifeln oder völlig im Motivationstief zu versinken ist kaum möglich. Nicht zuletzt behält man immer sein Ziel vor Augen: den neuen Job. Während des Kurses baut man kontinuierlich ein Portfolio auf; die Vorbereitung auf Beruf und Branche durch den Mentor beginnt ebenfalls schon vor Abschluss des Kurses.

Inzwischen arbeiten knapp 50 Mitarbeiter daran, diesen Ansprüchen gerecht zu werden und Kursteilnehmern aus der ganzen Welt ein angenehmes, projektorientiertes und zielführendes Lernerlebnis zu bieten. Einige sind selbst durch einen CareerFoundry Kurs zu ihrem Job gekommen. Die Idee funktioniert also – auch, aber nicht nur in Berlin.

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Foto: © CareerFoundry GmbH

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