Die Verwandlung des CIOs

Die Cloud macht es möglich, ein Berufsbild komplett zu wandeln. War der CIO mit seiner Abteilung bisher vor allem dafür verantwortlich, die IT-Infrastruktur eines Unternehmens aufzubauen und zu betreuen, wird er nun immer mehr zum „Service-Broker“.

Cloud Services werden in vielen Unternehmen immer beliebter. Die schnelle und oft einfachere Umsetzung im Vergleich zu herkömmlichen IT-Projekten ist sehr verlockend. Ohne sich auf die Möglichkeiten der bestehenden Hardware beschränken zu müssen, stehen dank Cloud Computing unkompliziert neue Kapazitäten zur Verfügung. Auch ganze Anwendungen können so zügig ihren Weg in das Unternehmen finden.

Cloud Services sind so einfach wie beliebt. So passiert es immer häufiger, dass Fachabteilungen sich selbst mit Cloud Services versorgen ohne den CIO zu informieren. Dies resultiert vor allem daraus, dass es bisher oft Monate in Anspruch genommen hat bis eine gewünschte Anwendung tatsächlich implementiert war und oft ist dies ein umständlicher Prozess mit vielen Hindernissen. Nach und nach baut sich so eine sogenannte Schatten-IT auf.

Diese Wust aus unautorisierten Anwendungen, die nicht von der IT betreut werden und vor allem hinsichtlich ihrer Sicherheit fragwürdig sind, bedeuten eine große Gefahr für den Datenschutz eines Unternehmens. Dessen sind sich die Mitarbeiter, die sich Cloud Services eigenständig besorgen oft nicht bewusst.

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Um dieses Problem zu lösen, sind zunächst verbindliche Compliance-Regeln für das Unternehmen zu formulieren, welche festschreiben, welche Unternehmensdaten wie gehandhabt werden. Geschäftskritische Daten gehören nicht in offene Cloud-Angebote. Die Dropbox bspw. kann aber durchaus genutzt werden, um große Druckdateien für Werbemittel untereinander oder mit Dritten wie Agenturen zu teilen. Die Cloud bedeutet per se keine Gefahr. Allerdings ist der korrekte Umgang wichtig.

Ein zweiter Schritt ist die Wandlung des CIO vom Administrator zum besagten Service-Broker. Anstatt externe Anwendungen von Vorneherein zu verfluchen, sollte der CIO die neuen Möglichkeiten für sich nutzen. On-Premise-Lösungen sind langwierig in der Einführung und aufwendig in der Wartung. Bestimmte Lösungen stehen als Cloud-Angebote bereits fertig zur Verfügung und können individuell angepasst werden.

Es ist nun die Aufgabe des CIOs, sich mit den Fachabteilungen und ihren Wünschen auseinander zu setzen und nach Lösungen zu suchen, die möglichst unkompliziert entsprechend der Compliance-Regeln zu schnellen Ergebnissen führen. Der CIO profitiert davon, indem einfache Standardanwendungen seine Abteilung nicht weiter belasten und er so mehr Kapazitäten für geschäftskritische Prozesse hat.

Quellen:
http://www.it-business.de/management/weiteres/articles/466991/
http://www.cloudcomputing-insider.de/applikationen/allgemein/articles/469350/

Autor: ina
Erschienen am 18. Dezember 2014
Original Blogbeitrag: http://www.cloudpartner.de/die-verwandlung-des-cios/

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