Die Cloud verändert das Arbeitsleben

Die Fotos der letzten Party oder von der Hochzeit einer Freundin mit anderen zu teilen oder nochmal schnell über die Abschlussarbeit des Kumpels schauen, war nie so leicht wie heute. Dienste wie Dropbox ermöglichen es uns, geschwind Bilder und Dokumente auszutauschen, zu ergänzen und vor allem orts- und zeitunabhängig darauf zu zugreifen.

Privatnutzer machen sich, trotz allem öffentlichen Aufschrei, oft nicht so viele Gedanken um den Datenschutz und ihre Privatsphäre. Munter werden persönliche Fotos, Videos, Bekanntschaften und Standorte auf Diensten wie Facebook, Twitter und dergleichen geteilt. Die Angst, dass die Daten in der Cloud nicht sicher sein könnten, hält sich also eher in Grenzen.

Unternehmer können aufatmen. Statt auf Public-Cloud-Anbieter zurückzugreifen, bieten Private-Cloud-Services individuelle und sicherere Lösungen für Unternehmensnetzwerke an. Back-ups und mehrere Sicherheitsstufen bieten größtmögliche Sicherheit. Zumindest ist es nicht unsicherer als die lokale Datenhaltung.

Aber es gibt noch weitere gute Gründe für die Cloud. Diese verändert unsere Arbeitswelt zunehmend.

Waren Software-Updates früher für jedes Unternehmen solch ein Graus, dass sie so gut es ging, in die Abendstunden oder auf das Wochenende gelegt wurden, so sind sie Dank Cloud Computing kein Problem mehr. Die Systeme sind stets auf dem neuesten Stand – ganz ohne großen Planungsaufwand und Arbeitseinschränkungen.

Cloud Computing macht die Organisation schlanker. Unternehmen brauchen keine große IT-Abteilung mehr, die sich ausschließlich darum kümmert, dass alles läuft. Das übernimmt nun der Cloud Provider. Neben den Personaleinsparungen wird deutlich weniger Hardware benötigt. Es sind keine großen Serverräume mehr nötig. Die Kühlung dieser entfällt und vor allem die Wartung und Instandhaltung.

Niemand kann im Vorhinein genau abschätzen, wie viel Serverkapazität im kommenden Monat benötigt wird. Gerade junge Unternehmen können auf keine Erfahrungswerte zurückgreifen. Außerdem gibt es saisonale Spitzen, die die eigentlich benötigte Rechenleistung in die Höhe treiben können. Rechenleistung aus der Cloud kann unproblematisch und beliebig erweitert oder wieder gedrosselt werden. Nutzungsbasierte Abrechnungssysteme sorgen für eine genaue Kostenkontrolle ohne langfristige Bindung.

Mobilität ist ein großes Thema. Mitarbeiter fordern immer mehr Flexibilität in ihrer Arbeitszeitgestaltung und oft wollen sie für den neuen Job nicht einmal mehr in eine neue Stadt oder ein anderes Land ziehen. Aber auch Unternehmer können von diesem Trend profitieren. Cloud Computing ermöglicht es, Dienstreisenden oder anderen Mitarbeitern unabhängig vom Aufenthaltsort und dem Zeitpunkt selbstständig auf das Unternehmensnetzwerk zu zugreifen. Allen Mitgliedern einer Organisation stehen stets die aktuellsten Daten zu Verfügung. Unternehmer können sich die passenden Kandidaten rund um den Globus auswählen. Multinationale Zusammenarbeit wird enorm vereinfacht.

Die Auslagerung der Daten an ein Fremdunternehmen mag kontraproduktiv in Sachen Sicherheit wirken. Allerdings haben Cloud-Provider oftmals höhere Sicherheitsstandards und weiterentwickelte Abwehrmaßnahmen als die Unternehmen selbst. Lokale Datenhaltung stellt ein großes Risiko dar. Kommt etwa ein Laptop oder Smartphone abhanden, können die Zugangsrechte von diesem Gerät schnell gelöscht werden und die Daten sind sicher. Auch bei dem Ausscheiden eines Mitarbeiters fällt es ihm so schwerer, Daten und Geschäftskontakte des ehemaligen Arbeitsgebers mitzunehmen.

Es gibt keinen reellen Grund, die Cloud zu meiden. Die genannten Vorteile überwiegen die möglichen Risiken. Hier gilt es immer zu bedenken, ob diese Risiken bei einer anderen Datenhaltung tatsächlich ausgeschlossen werden können. Gibt es vielleicht andere, eher subjektive Gründe, die den Schritt in die Cloud so schwer machen? Gehen Sie in sich.

Autorin: Ina
Erschienen am 1. September 2014
Original Blogbeitrag: http://www.cloudpartner.de/die-cloud-veraendert-das-arbeitsleben/

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