Constantin Buer im Interview

Tick, Tack, Tick, Tack – der Countdown läuft. Jetzt sind es nur noch 2 Wochen, bis wir zusammen mit euch die Content Marketing Masters rocken. Natürlich haben wir bis dahin noch einiges vorbereitet, um euch die Wartezeit zu versüßen. Denn nachdem wir euch letzte Woche unseren Podcast-Experten und Speaker Constantin Buer vorgestellt haben, gibt es heute einige zusätzliche Informationen über ihn. Besser gesagt von ihm, denn wir haben ihm einige Fragen zu seiner Arbeit und zum Thema Content-Marketing gestellt. Wie er zum OMR-Podcast gekommen ist und welche Entwicklung er im Content-Marketing-Bereich erwartet, erfahrt ihr im folgenden Interview.

Porträtfoto von Constantin Buer vom OMR-Podcast

Content Marketing Masters: Wir freuen uns sehr, dich in unserem Expertenkreis für die Content Marketing Masters zu begrüßen. Bevor es auf der Konferenz so richtig zur Sache geht, möchten wir die Gelegenheit nutzen, ein bisschen mit dir zu plauschen. Fangen wir doch mal damit an, dass du uns verrätst, wie du zum Content-Marketing und speziell zum OMR-Podcast gekommen bist.

Erstmal vielen Dank, dass ich dabei sein darf. Tatsächlich bin ich dadurch, dass ich großer Podcast-Fan bin, auf den OMR-Podcast gekommen. Wenn man sich zusätzlich für die Bereiche Digital Business, Start-ups, Online-Marketing usw. interessiert, kommt man daran ja kaum vorbei. Ich bin direkt nach meinem Masterstudium zu OMR gekommen und wollte unbedingt Teil des Podcast-Projektes bei OMR sein, weil ich es spannend finde, wieviel Potenzial in dem Bereich steckt. Da ich eine Zeit lang beim Radio gearbeitet und Content produziert habe, hatte ich nun das Bedürfnis, in dem Bereich auch wirtschaftlich tiefer dabei zu sein. Diese Mischung funktioniert hier sehr gut.

Content Marketing Masters: Mit der Definition von Content-Marketing ist es manchmal gar nicht so leicht. Wie würdest du einem Laien den Unterschied zwischen Content-Marketing zu klassischem Marketing erklären?

Klassisches Marketing ist viel direkter und offensiver; teilweise richtig aggressiv. Da gibt es Rabatte, Mehrwerte und CTAs, die die Zielgruppe mit allen Mitteln davon überzeugen sollen, das Produkt zu kaufen. Content-Marketing kann zwar an letzter Stelle auch darauf abzielen, hat aber eine ganz andere Herangehensweise. Da werden im besten Fall richtig hochwertige Inhalte erstellt, die auch für sich alleine funktionieren. Die Zielgruppe hat Bock drauf, liest den Text, schaut das Video oder hört den Podcast und realisiert gar nicht notwendigerweise die Verbindung zu deiner Brand. Unseren Podcast verbuchen wir aber genauso wie den Blog nicht unter Content-Marketing. Die Formate sind aus Leidenschaft zum Journalismus und zur digitalen Marketing-Branche entstanden. Wir bewegen uns da schon im Bereich eines kleinen Fachverlages, würde ich sagen. Dass die Formate Teil der Plattform sind und am Ende mit der Brand, dem Festival usw. zusammenhängen … naja, das ist dann ja irgendwie logisch.

Content Marketing Masters: Nun ist diese ganze Podcast-Geschichte ja nur ein Teil der Content-Marketing-Galaxie. Lass uns Content-Marketing also im Allgemeinen betrachten. Wie hat sich Content-Marketing deiner Meinung nach verändert und was sind die wichtigsten Unterschiede zu früher?

Das klingt vielleicht banal, aber Content-Marketing ist einfach viel wichtiger geworden. Es reicht einfach nicht, einen 08/15-SEO-Text zum Thema XY auf deine Seite zu hauen und das schon Content-Marketing zu nennen. Das Prinzip hat sich aber trotzdem nicht verändert: Leser, Hörer und Zuschauer wollen Inhalte. Werbung muss Spaß machen, einen Mehrwert bieten und sollte die Leute natürlich nicht nerven. Das gibt es selbstverständlich auch im klassischen Marketing. Aber Content-Marketing ist clever, unaufdringlich und oftmals extrem informativ. Der Fokus liegt hier viel mehr auf dem Konsumenten, bei klassischer Werbung dagegen häufiger auf dem Produkt, der Marke oder der Botschaft. Ich glaube, dass Content-Marketing im Vergleich zu früher noch stärker eine Pull-Strategie verfolgt, wohingegen klassisches Marketing einen deutlichen Push-Charakter hat.

Blick ins Publikum der Content Marketing Masters 2016

Content Marketing Masters: Wagen wir doch mal gemeinsam einen Blick in die Zukunft. Wie denkst du, wird sich der Bereich Content in diesem Jahr und langfristig entwickeln? Was wird in Zukunft wichtig sein?

Es gibt einfach sehr viele Trends im Bereich Content-Marketing. Das betrifft vor allem Inhalte, Formate und Kanäle. Für uns sind Podcasts definitiv ein Treiber, genauso wie das große Thema Video. Was mit gutem Content im Bereich AR und VR möglich ist, bleibt abzuwarten. Ich persönlich glaube, dass es keine Buzzwords sind, die schnell verfliegen. Es sind relevante Plattformen, die aussagekräftigem Content eine unglaublich starke technische Basis bieten.

Content Marketing Masters: Welche Formate werden innerhalb des Content-Marketings in den nächsten Jahren zunehmend an Bedeutung gewinnen?

Ich sage das nicht nur, weil ich hier bei der CMM über die Zukunft des Podcast-Marketings spreche, sondern ich glaube wirklich dran: Podcasts sind unglaublich zukunftsorientierte Kanäle. Die Vielfalt, die die amerikanische Podcast-Landschaft aufzeigt, ist großartig. Formate wie S-Town oder SERIAL haben dort teilweise millionenfache Abrufzahlen. Auch in Deutschland entwickelt sich der Markt mittlerweile mit ziemlich beeindruckender Geschwindigkeit. Wir sind ja auch ein Podcast-Vermarktungsnetzwerk, das heißt, für uns und alle Podcaster ist die Tatsache spannend, dass nur ein Bruchteil der Formate in Deutschland vermarktet wird. Es liegen riesige Werbeflächen mit teilweise riesigen Reichweiten brach. Noch dazu gibt es fantastische Nischenformate, die auf Unterstützung durch Sponsorings hoffen. Ich glaube, dass Audio und insbesondere Podcasts gerade eine Wiederauferstehung erleben und dieses Mal, anders als vor circa zehn Jahren, auch überleben. Die Einbindung der Spots ist in den meisten Shows noch total nativ. Ob und wie automatische Ad-Insertions in Zukunft den Podcast-Werbemarkt verändern, bleibt spannend. Ich glaube, Podcasts können mit dem Radio das machen, was Netflix mit dem Fernsehen gemacht hat.Inklusive spannenden Werbeformen.

Ein fettes Dankeschön geht an Constantin für das tolle Gespräch und die informativen Antworten. Ihr seid neugierig geworden und wollt am 1. Juni dabei sein, wenn Constantin über die Zukunft von Podcasts spricht? Sichert euch jetzt eure Tickets in unserem Ticketshop!

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Erschienen: 18. Mai 2017
Bildrechte: Content Marketing Masters
Original Blogbeitrag: http://contentmarketingmasters.de/de/news/constantin-buer-im-interview/

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