Berlin virtuell und in Bauklötzen

Die Stiftung bei der Langen Nacht der Wissenschaften

Wer am 11. Juni den Lichthof der Technischen Universität betrat, kam nicht umhin, eine Traube von Menschen zu sehen, die sich um unseren Stand versammelt hatte, um den U-Bahnhof Stadtmitte in Virtual Reality und Berlins Mitte in Minecraft zu erleben.

 

@VRagments Hier gibts was zu erleben. Schlange stehen für den virtuellen Bahnhof Stadtmitte bei @TSBBerlin #lndw pic.twitter.com/tODI3VKDKH

— Fabian Hickethier (@bar_m) 11. Juni 2016

 

Zwar hatten wir damit gerechnet, dass eine VR-Brille Leute anzieht, aber sowohl die Menge als auch die Begeisterung der Besucher, virtuell durch den Bahnhof laufen zu können, übertraf unsere Erwartungen. Gemeinsam mit der BVG und der Agentur VRagments hatten wir uns drei Szenarien überlegt, mit denen spielerisch Aufgaben im Bahnhof erledigt  und in einem Zeitlimit der richtige Ausgang gefunden werden musste. Besonders beeindruckt waren die meisten Besucher davon, dass die Station so schnell wiederzuerkennen war und dass die Darstellung so gut und flüssig war, dass es bis auf wenige Ausnahme niemandem schwindelig wurde. Ausgestattet waren wir mit einer Razer OSVR und zwei Samsung Gears, die Webversion kann hier nachgespielt werden.

 

 

Eigentlich mitgenommen, um die Wartezeit auf die VR-Brille zu verkürzen, fanden die beiden Rechner mit Zugang zur Minecraftkarte fast ebenso viel Aufmerksamkeit. Die von con terra mit FME™Technologie erstellte Karte auf Basis von Open Streetmap und dem 3D Stadtmodell umfasst Berlin Mitte vom Potsdamer bis Rosa Luxemburg Platz. Innerhalb weniger Minuten war klar, dass die Kinder uns haushoch überlegen sind, wir noch einiges zu lernen haben und jetzt Herr einer explodierten Schafspopulation auf dem Marx-Engels-Forum werden müssen. Aber auch Erwachsene ohne Vorwissen in diesem Spiel zeigten sich von der Karte beeindruckt und erkannten, dass auch Spiele in der Stadtplanung und Pädagogik eingesetzt werden können.

 

 

Das Ganze diente natürlich nicht nur der Unterhaltung der Besucher. Mit den beiden Anwendungen zeigten wir ihnen, wie offene Daten auf unterschiedlichen Wegen genutzt werden können. Sei es nun ein 3D-Modell für Indoor-Navigation oder spielerische Anwendungen für Partizipationsprojekte in der Stadt.

 

Weitere Informationen:

Mehr zum Minecraft-Projekt
Mehr zum VR-Projekt
Berliner Verkehrsbetriebe
VRagments

 

Autor: Michael Scherer
Erschienen am 14. Juni 2016
Originalbeitrag: https://www.technologiestiftung-berlin.de/de/aktuelles/blog/data/berlin-virtuell-und-in-baukloetzen/

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