10 große Logo-Design-Trends für 2016

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Wenn du eine neue Marke aufbaust, gibt es nichts Wichtigeres als dein Logo. Dieses sollte unter keinen Umständen altmodisch aussehen. Das bedeutet mehr Experimentieren mit anhaltenden Trends, das Wiederauftauchen klassischer Stile und zwischendurch ein paar neue Überraschungen. Ohne lange um den heißen Brei zu reden, sind hier die Logo-Design-Trends für 2016, von denen wir sicher sind, dass du sie lieben wirst!

1. Dynamische Farbpaletten

Google
Google

Den Google Rebrand im Jahr 2015 könnte man in der Designbranche als den „Schuss, der um die ganze Welt gehört wurde“ bezeichnen. Sie verfestigten das Farbschema in einer dynamischen und funktionalen Farbpalette.

Dynamisches Design ist nicht zwingend neu – wir haben es bereits als einen der großen Logo-Design-Trends 2015 wahrgenommen. Doch da Google eine der bekanntesten Marken ist, wäre es keine Überraschung, dynamische Farbpaletten 2016 noch mehr im Mainstream zu sehen.

2. Glaubwürdigkeit

Cafe
Stone Way Cafe von Shore

Vintage oder Old School-Logos werden voraussichtlich auch in naher Zukunft bei Cafés und kleinen Geschäfte zu sehen sein. Doch wie hält man einen solch lang anhaltenden Trend aktuell?

2016 wird das Jahr mit mehr Feinheit, Minimalismus, Ausgewogenheit und Schlichtheit. Designer werden noch einen weiteren Schritt Richtung Nostalgie gehen und eine Ära nachahmen, die durch ihre Gestaltungswerkzeuge weitaus eingeschränkter war. Stell dich darauf ein, Logo Designs zu sehen, die inspiriert sind durch Schildermaler und Hersteller, die Glaubwürdigkeit durch Handarbeit-Stil sowie simple, abgespeckte Designs hervorheben.

3. Mix & Match

Bottura
Bottura von Foreign Policy (via BP&O)

Ein Logo-Design-Trend, den wir bisher noch nicht in einer anspruchsvollen oder progressiven Art gesehen haben, ist das Vermischen und Angleichen von Schriftarten. Während diese Praktik von Paul Rand seinerzeit sehr gut angewandt wurde, kommt diese Technik erst jetzt wieder auf, was zeigt, dass Designer kreative neue Wege finden, sich diesen Stil zunutze zu machen.

Mix & Match kann viele Konzepte ansprechen, einschließlich Verspieltheit, Upcycling oder (wie in dem Beispiel des italienischen Restaurants oben) einen cleveren kulturellen Schmelztiegel.

4. Minimalismus

business cards
Richards Partners

Flat Design kann zu diesem Zeitpunkt als alter Hut betrachtet werden. Nichtsdestotrotz gibt es noch immer Designer, die es auf neue Arten anwenden.

Nehmen wir zum Beispiel Richards Partners, die dieses Design basierend auf der Form einer SD-Karte entworfen haben. Indem sie die Form nahmen und abgeflacht auf einen einfarbigen Farbdruck brachten, waren sie in der Lage, etwas zu entwerfen, das die Linie zwischen abstrakt und wiedererkennbar zieht. Das Ergebnis springt sofort ins Auge und lässt einen für eine Sekunde nachdenken. 2016 werden wir sehen, wie Designer noch weiter gehen und mit der Definition des Flat Designs experimentieren.

5. Hintergrund-Texturen

Candlefish
Candlefish von Fuzz

Eine relativ junge Erscheinung im Logo & Identity Design ist das Verwenden fotografischer Texturen. Als ein Ableger des dynamischen Designs wertet dieser aufkommende Trend ein minimalistisches Logo durch eine auffällige und leicht zu verändernde Reihe an Texturen auf, um ein noch stilvolleres Finish zu erreichen.

Candlefish oben nutzt diesen Trend, um einem Logo, welches für sich alleinstehend sonst wohl eher unvollständig wirken würde, eine weitere Bedeutungsebene hinzuzufügen. Wie bei den meisten Techniken, die neu und erfolgreich sind, stehen die Chancen, dass wir 2016 noch weit mehr davon sehen werden, sehr gut.

6. Wahrnehmung des Maßstabs

Helsinki Philharmonic Orchestra
Helsinki Philharmonic Orchestra von Bond

Die gegensätzlichen Schriftgrößen im oben gezeigten Logo für das Helsinki Philharmonic Orchestra erzeugen einen großen visuellen Maßstab, der mit dem realen Maßstab eines Orchesters korrespondiert. Diese Wahrnehmung des Maßstabs ist etwas relativ Neues und, da immer mehr Designer dieses Prinzip bei der Markenbildung anwenden, werden wir möglicherweise mehr Logos sehen, welche den visuellen Maßstab des Designs mit dem sozialen oder realen Maßstab des Kunden verbinden.

7. Neue typografische Parameter

Hello Ruby
Hello Ruby von Kokoro & Moi

Eine weitere Technik, die einst Paul Rand vertraut war, aber heutigen Designern größtenteils fremd ist und wieder zum Vorschein kommt, ist die typografische Rotation. Das Hello Ruby Logo nutzt diese Technik auf eine Art, die verspielt und dennoch professionell ist. Die Chancen stehen gut, dass noch viele solcher Logos auf uns zukommen!

8. Geometrie

Mobiento Mobile Agency
Mobiento Mobile Agency von Snask

Geometrie ist in der Geschichte des Designs schon immer ein Thema gewesen. Vor diesem Hintergrund ist sie in den letzten Jahren auf neue und innovative Art in Erscheinung getreten. Ideal für angesagte Boutiquen strahlt der geometrische Design-Trend eine zeitgenössische Coolness aus, die sowohl kreativ, minimalistisch als auch anspruchsvoll ist.

Im Mobiento Logo oben sind die Buchstabenformen in grundlegende geometrische Elemente unterteilt, wie beispielsweise Kreise und Quadrate. Die Kreise ziehen die Augen des Betrachters auf sich, während die Formen als Ganzes, als dekorative Lösung für eine ansonsten zu schlichte Wortmarke dienen.

9. Wortmarken

Browns Court Bakery
Browns Court Bakery von Nudge

Die Wortmarke ist eine zeitlose Form des Logos. Sie ist ein in sich geschlossenes Paket, welches von Natur aus das tut, was die meisten dynamischen Logos oder Logo-Sets tun; sie transportiert die Bildsprache des Kunden, wo auch immer man sie platziert.

Da digitales Design immer mehr Vorrang hat, werden wir 2016 zweifelsohne noch mehr Wortmarken sehen. Weniger ablenkend als illustrative Stile werden sich diese Arten von Logos mühelos in Webseiten, Apps und dynamischen Sets einfügen – und auch eine bessere Skalierung als komplexere Designs ermöglichen.

10. Line-Art

Lynlake Brewery
Lynlake Brewery

Brauereien, Coffee Shops und andere Orte, an denen Hipster so rumhängen, sind völlig verrückt nach dem Line-Art-Trend (auch bekannt als Monoline). Indem er dekorative Elemente der Hipster-Ansteckbuttons der letzten Jahre nimmt, betont dieser Stil klare Linien und Linienstärke auf eine wunderbar minimalistische Art.

Das Lynlake Brewery Logo unternimmt große Anstrengungen, Linienstärke zu nutzen, um eine zusammenhängende Bildsprache zu erzeugen. Dies ist ein sehr ästhetischer Stil, von dem wir sicher sind, dass wir ihn in diesem Jahr noch weit öfter zu sehen bekommen werden.

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Autorin: Christiane
Erschienen am 27. Januar 2016
Original Blogbeitrag: https://99designs.de/blog/logo-design-trends-2016/

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